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Bei uns gibt es seit dem 2. Halbjahr im Schuljahr 2013/2014 bis einschließlich Klasse drei keine Noten mehr. Die Änderung der AO Grundschule zum 01.02.2012 ermöglichte es uns, diesen Wunsch umzusetzen.

Entstehung der Idee  

Schon länger hatten wir als Kollegium die Idee einer notenfreien Schule unter anderem aus folgenden Gründen:

• Wir möchten keine „Auslese der Schwachen“
• Der Vergleich mit anderen ist weniger wichtig als der individuelle Fortschritt
• Die Kinder sollen für die Sache lernen, nicht für die Note
• Wir möchten Lernen ohne Druck und so das Selbstvertrauen der Kinder stärken
• Wir möchten angstfreies Lernen ermöglichen     
• Noten geben keine konstruktive Rückmeldung, die beim Lernprozess des Kindes weiterhilft


Die folgenden Schritte sind wir bis zur Verwirklichung unserer Idee gegangen:

• Änderung der AO Grundschule und Entschluss des Kollegiums: Wir wollen bis einschließlich Klasse 3 notenfrei sein
• Einholen eines Meinungsbildes von Eltern und Kindern
• Lesen von Fachliteratur zum Thema Noten, Fortbildung der Kollegen sowie Lehrerkonferenzen zu diesem Thema 
• Besuch in der Bielefelder Laborschule
• Diskussions- und Informationsabend für Eltern mit dem Referenten Horst Bartnitzky
• Beschluss der Schulkonferenz zum Verzicht auf die Noten in Klasse 3 
• Erarbeitung unseres Konzeptes "notenfrei"

Kinderäußerungen auf die Frage: Wie findest du Noten? 

Zwischenablage01

 Zwischenablage02
Zwischenablage03

Zwischenablage04

Zwischenablage05

Zitate der Bielefelder Laborschule, die unseren Weg bestärkte:

• Noten berücksichtigen das Leistungsergebnis, nicht den Leistungsprozess
• Gute Noten sind angenehm, aber nicht genug
• Schlechte Noten fördern nicht, aber sie können hemmen
• Noten orientieren sich am Durchschnitt einer Klasse, eines Jahrgangs, einer Nation, nicht am Leistungsvermögen des Einzelnen
• Noten vergleichen Unvergleichliches: Individuen

Zitate aus der Literatur:

• Horst Bartnitzky / Grundschulverband aktuell:
" Das Hauptmanko der Ziffernnoten ist das dahinterstehende Denken, die Leistungen der Kinder könne man zum selben Zeitpunkt an denselben Anforderungen messen und der Gedanke, der Vergleich der Leistungen mittels Zensuren könne die Kinder zum Lernen anstacheln. Beides ist irrig: Will man dem kindlichen Leisten gerecht werden, dann muss man seine Leistungen am eigenen Fortschritt messen. Nichts motiviert so sehr wie der eigene Erfolg, also die Feststellung der eigenen Fortschritte, das Überwinden einer Schwierigkeit, die Anerkennung des gelungenen Werks. Die kindgerechte Grundschule braucht deshalb ein anderes Leistungskonzept als es das traditionelle Zensurenwesen hergibt."

• Georg Lind / Erziehung und Wissenschaft 5 / 12:
"Wenn ein Schüler schwache Noten hat, dann bekommt er Angst. Und Angst ist die größte Lernbremse, die es gibt."

• Michael de Clerque / Rheinische Post 4.12.2012:
„Noten sind nur eine Momentaufnahme. Und Kinder mehr als Zensurenbringer. Wichtig ist, ihnen zu vermitteln: Nicht jeder Fehler ist eine Katastrophe.“

• Rheinische Post 22.11.2012:
„Jeder dritte Grundschüler ist gestresst.“

• Axel Backhaus, Erika Brinkmann, Hans Brügelmann / GrundschulEltern 08.Februar 2013:
„Fünf Kinder – dieselbe Note – aber ganz unterschiedliche Leistungen. Hinzu kommt, dass sich die Benotung einer Leistung leicht ändern kann, wenn Kinder die Klasse wechseln oder eine neue Lehrerin bekommen. Gerecht, weil Zahlen so neutral aussehen?“

Folgendermaßen haben wir unsere Idee in die Tat umgesetzt:

Ampelbögen:

Wir haben uns zunächst Gedanken gemacht, wie wir Kindern und Eltern eine detaillierte Rückmeldung zu den schulischen Leistungen ohne Noten geben können.

So ist die Idee der Ampelbögen entstanden, die wir für alle Fächer und in diesem Schuljahr auch für das Arbeits- und Sozialverhalten erstellt haben.

Wichtig ist uns, dass die Kinder sich in diesen Bögen selbst einschätzen und dann eine Rückmeldung zu allen geforderten Kompetenzen der Fächer erhalten. Daraus folgen dann bei Bedarf konkrete Tipps zur Weiterarbeit, die sie vom Lehrer erhalten. Es werden in allen Fächern wichtige Kompetenzen "geampelt“, die im Laufe des Schuljahres erreicht werden sollten. Die Ampelbögen dienen regelmäßig als Grundlage für Kinder- und Elterngespräche rund um Kompetenzen und Leistungen.

ampelbogen


Rasterzeugnisse:
 

In Anlehnung an unsere Ampelbögen haben wir Rasterzeugnisse ohne Noten für das zweite und dritte Schuljahr erstellt, in denen die gleichen Kompetenzen wie in den Ampelbögen beurteilt werden. 
rasterzeugnis
 
Textzeugnisse: 

Im ersten Schuljahr sind wir dabei geblieben, Textzeugnisse zu schreiben, da es im ersten Jahr um das "Ankommen" in der Schule geht und wir das für die "Kleinen" persönlicher finden. Die Kompetenzen werden in diesem ersten Zeugnis als Fließtext ausformuliert.

textzeugnis